Mit welchen Gedanken mache ich mir Angst?

Was macht mir Angst? Meine Gedanken dazu

Dein Herz schlägt schnell. Die Knie zittern. Ich spreche heute über Angst. Angst ist ein Gefühl, das wir nicht fühlen wollen. Zu sehr lähmt es uns in unserem Tun. Ja, es gibt die schrecklich schöne Angst aus den Filmen, bei denen wir im Vorfeld wissen, dass es gut ausgeht. Ich meine den Alltag, in dem wir gefangen in unseren Gedanken uns wie Versager fühlen. Da malen wir uns aus, was schief gehen wird. Unser KopfKINO können wir auch positiv nutzen!

 

Angst ist ein Gefühl

Angst ist hilfreich und schützt uns vor Gefahren. Das ist noch ein richtig altes Überbleibsel aus unserer evolutionären Vergangenheit. Es sicherte unseren Vorfahren das Überleben.

Was passiert, wenn wir Angst fühlen? Wir fühlen uns ängstlich und angespannt. Eng. Und im Kopf läuft das Kino: Was wenn ich versage, wie finden die mich jetzt. ich hab es verpatzt. Das Kopfkino sorgt dafür, dass ich mich schon vor Beginn wie ein Versager fühle, obwohl ich noch gar nicht angefangen habe. Und dann: steigere ich mich hinein und lasse es. Die Herausforderungen wandern an mir vorbei  – ungenutzt. und dann:  mein Selbstbewusstsein sinkt und ich traue mir immer weniger zu.

Warum ist das so wichtig?
Wenn wir uns zurückziehen, neigen wir dazu die Herausforderung noch hinauszuzögern oder vermeiden sie ganz … und damit sinkt unser Selbstbewusstsein und es wird noch schwerer. Ich traue mir immer weniger zu. Diese Angst lähmt und hindert Dich daran, Dein Potential auszuleben. Deine Träume verwirklichen. Da ist doch noch so viel mehr möglich?

  • Gefühle dürfen Raum bekommen und heilen

Ich habe Angst und möchte diese weg haben. Wir haben früh gelernt, ungewünschte Gefühle zu verdrängen. Wir betäuben sie und möchten sie gern abstellen. Genau das Gegenteil ist hilfreich: sie wahrnehmen, annehmen, lieben und loslassen. Wie kann ich ein ungeliebtes Gefühl lieben fragst Du jetzt. Im ersten Schritt gilt es das Gefühl  zu akzeptieren.

In dem wir es annehmen und akzeptieren. Hallo Du (mir bekanntes Gefühl, da bist Du ja wieder) Immer wieder erlebe ich, wie hilfreich es ist, sich zu erlauben (auch alte) Gefühle zu fühlen. Die Energien wollen ihren Ausdruck finden.

Mir fällt dazu das Bild mit dem Kochtopf ein. Je länger ich es wegdrücke, den Deckel drauf halte umso mehr wird es unter-drückt und wird irgendwann mal so viel Druck aufbauen, dass es ganz unkontrolliert um die Ohren knallt. Außerdem bleiben die Gefühle in unserem Körper-Gedächtnis erhalten und können zu Schmerzen und Krankheiten führen.

Bewertung

Ich habe eine innerliche Bewertung vorgenommen. Ich habe die Situation bewertet. Gut/schlecht. Schwarz/weiß

Eine Situation kann unterschiedlich bewertet werden.  Dazu arbeite ich gern mit der ABC Methode.

A Die Situation

B Die Bewertung / Gefühl

C Reaktion/ Verhalten

Die Situation: Du willst einen Vortrag halten.
Wenn Die Gedanken in die Richtung gehen: Oh Hilfe, das schaffe ich nie, wirst Du vllt nervöser und unruhiger in der Vorbereitung sein, als wenn Du denkst: Hey, eine wunderbare Herausforderung in der ich zeigen kann, was in mir steckt. Die Bewertung ist die Grundlage wie Du auftrittst und wirkst.

 

Angst davor, Fehler zu machen

Ich möchte Fehler vermeiden. Ja, das habe ich gelernt. Ein Fehler kann mich den Job kosten. Wegen einem dummen Fehler kann ich viel Geld verlieren. Manche Fehler können existentiell und gravierende Folgen nach sich ziehen. Das ist das gefundene Fressen für den inneren Antreiber (Perfektionist), der möchte alles unter KONTROLLE haben. Und glaubt, je perfekter, je fehlerfreier alles ist, umso weniger angreifbar wirst Du sein. ABER

Fehler sind die Grundbasis für Entwicklung. Was bei einem Kind ganz selbstverständlich ist, haben wir Erwachsenen ganz verlernt. Wir lernen durch Ausprobieren, mit Lust auf Ungewohntes.

Es passiert nix Es wird nix Schlimmes passieren.

Wir dürfen einen neuen Umgang mit Fehlern lernen und üben.

 

Du bist nicht Deine Leistung. Du bist wertvoll. Du bist liebenswert.

Lobe Dich selbst, feier Deine Erfolge.

 

Die Liebe und Anerkennung, die wir oft im Außen suchen, dürfen wir uns selbst zukommen lassen. Dazu gehört, sich immer wieder zu fragen, was ist mir gut gelungen. Ich schreibe ein Danke-Journal, damit ich mich in schlechten Zeiten daran erinnere, was gut ist. Dazu gehört es, Dir Deine Erfolge bewusst zu sein, diese zu feiern und Dich selbst zu loben. Ja, Dich selbst loben. Probiere das sofort aus!

  • Wir lieben das Neue.

Wie sind Deine Erfahrungen? manchmal sind die Erfahrungen aus der Vergangenheit nicht angenehm und daraufhin vermeiden wir das Neue.

 

Ich freue mich jetzt darauf, was ich NEUES entdecken darf.

 

Nutze diesen Satz als Mantra, schreib ihn Dir auf und hänge ihn gut sichtbar hin.

 

Was ist Deine Vision? Was willst Du in die Welt bringen?
Was ist Dein Grund, dass Du nicht losgehen willst?

Nutze die Begeisterung, die Neugierde auf das was noch kommen kann. Meistens vermuten wir, dass die Zukunft schlechter wird als jetzt. Erlaube Dir zu glauben, dass die Zukunft noch viel besser sein kann als Du es Dir jetzt vorstellen kannst.

 

Was würdest Du tun, wenn Du nicht scheitern könntest?

 

Angst ist immer für Dich. Du kannst diese Angst / Energie für Dich nutzen. Wovor möchte sie dich schützen? Das Du Dich besser vorbereiten möchtest? Spüre in Dich hinein und notiere Dir die Antwort.

Die Angst verliert an Kraft, wenn Du sie fühlst. Wo fühlst Du sie? Und wovor möchte sie Dich schützen?

 

Du fühlst Angst und Dir stockt der Atem? Mit Kindern wird dann gesungen und der Tipp ist wertvoll: Durch das Singen atmen wir lange aus und atmen in den Bauch. Das beruhigt.

 

Zusammenfassend:

  • Gefühle dürfen Raum bekommen und können dann heilen
  • Deine Bewertung /Kopfkino beeinflusst Dein Verhalten und somit den Auftritt.
  • Nutze positive Bilder, von einem gelungenen Auftritt!
  • Übe den neuen Umgang mit Fehlern. Was wäre, wenn Du nicht scheitern könntest?
  • Lobe Dich selbst und erfreue Dich an dem was noch Neues entdecken darfst

 

Und zu guter Letzt: Achte auf den Wechsel von Stress/Belastung oder Abenteuer und Meditation/ Stille. Wenn wir dauerhaft gestresst sind, dann schwächt es uns. Sorge für Zeiten der Entspannung.

Und jetzt: einfach anfangen.

Noch mehr zum Thema Lampenfieber ade gibt es im Freebook. (klick)

by Christine Kohl on  22. Oktober 2018 |
|
0
Hinterlasse einen Kommentar

Please wait......