Trau Dich anders zu sein! Das Rollen- Spiel im Karneval

Die verborgene Seite oder was wir von Karneval lernen können: Ich kann auch anders.

Aktuell: Nun beginnt diese Woche die närrische Zeit, Karneval oder wie es in manchen Teilen Deutschland heißt: Fastnacht. Das wird hier gern auch als „das Rheinland im Ausnahmezustand“ beschrieben.
Gesellschaftlich gesehen sind Normen und Werte sehr wichtig für die Stabilität der Gemeinschaft. Die meisten Menschen haben sich angepasst und leben eher unauffällig. Meistens wollen wir eben nicht auffallen oder aus der Masse herausstechen.
Aber jetzt wird die Straße zur Bühne und die farbenfrohen Kostüme auf der Straße sollen den Winter vertreiben und machen einfach nur gute Laune und Spaß. (ja, auch ohne Alkohol)

Erlaubt ists
Es gibt weniger Kontrolle oder Konsequenzen. So wird niemand verurteilt, weil er als Hexe, Pirat oderleicht bekleidet mit einem sexy Kostüm auftritt. Nun darf mit Leichtigkeit und Freude die verspielte, verrückte Seite in uns zum Vorschein kommen.

 

Die Rolle des Clown oder Narren
Er ist sympathisch. Er ist unvollkommen und scheitert. Immer wieder. Er darf alles laut aussprechen, was sich manch einer nicht zu denken wagt. Er spielt mit den gesellschaftlichen Tabus, er hat nichts zu verlieren.
Können Sie über sich selbst lachen?
Manchmal fällt uns auf, dass wir immer noch das Kind ind und die „Probleme“ sich gar nicht so sehr verändert haben. Und dann schauen wir dem Clown beim Scheitern zu. Und denken an unsere eigenen Irrtümer. Es spricht die wilde, verspielte Seite in uns an, weil wir es uns erlauben, über uns selbst zu staunen und zu lachen.
Welche neue Rolle probieren Sie dieses Jahr aus?
Für welche Verkleidung Sie sich entscheiden, das Gefühl zur neuen Rolle kann sich schnell einstellen. Im Theater nutzen wir die „Verkleidung“ als Zugang zur neuen Rolle. Dabei helfen die Fragen zum Detail: Wie kleidet sie sich, wie sieht sie aus und wie bewegt sie sich?
Wenn Sie mutig sind, fragen Sie sich, welche Seite in Ihnen darf sonst häufig nicht gezeigt werden?

Tu nicht so erwachsen!
Kinder finden im Theaterspiel und verkleiden viel über sich heraus; sie erproben und üben neue Verhaltensweisen oder bewegen sich mal anders, variieren mit der Stimme. Nicht zu vergessen ist auch das Spiel mit Gestik und Mimik. Oder der Einsatz von Masken.1) Suchen Sie sich Ihre neue Identität, in der Sie sich groß, stark oder auch mal ganz anders fühlen.

 

  • Erinnern Sie sich, wie Sie als Kind gern in ungewohnte Rollen geschlüpft sind, dafür brauchte es keine gekauften Kostüme, sondern alte ausrangierte Klamotten. (gute Idee um den Kleiderschrank auszumisten) Dann haben wir in der neuen Rolle auch die neuen Verhaltensmuster ausprobiert
    • Spiel mit der Variation in Bewegung, Stimme, Gestik, Mimik
    • Lachen Sie über sich selbst, haben Sie Spaß. Es gibt kein Richtig/ Falsch oder verlieren/ gewinnen
    • Genießen Sie die Kreativität, die neuen Ideen. Meistens hilft der Beginn schon um weitere Ideen zu bekommen.
  • Tipp aus der Praxis: Meine Klienten lieben es mal jemand anders zu sein. Oder die Sau raus zulassen. Bspw. macht es meistens Spaß, im Rollenspiel mal den Chef zu spielen.
    Bsp: Der Chef ist meist mürrisch und haut Ihnen die Unterlagen auf den Tisch, „Frau K. das machen Sie mal neu bis morgen“ Die meisten sind erstaunt wie viel Spaß dieser Perspektivwechsel und das mal richtig “BÖSE sein” machen kann.
  •  Spielen Sie Ihr individuelles Erleben aus der neuen Perspektive nach.

 

Viel Freude wünscht Ihnen Christine Kohl

by Christine on  11. Februar 2015 |
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6 Kommentare auf “Trau Dich anders zu sein! Das Rollen- Spiel im Karneval”
  1. Robert Kraxner | | Reply

    Liebe Christine,

    vielen Dank für diesen inspirierenden Beitrag.

    Sich verkleiden, nicht zu ernst nehmen, Spaß haben und über sich selbst lachen können…
    Das ist doch wunderbar…

    Oft nehmen wir die alltäglichen Herausforderungen zu ernst und verlieren uns in selbstgeschaffene Probleme.
    Das Verkleiden und Bewusste wechseln in eine andere Rolle kann hier Wunder bewirken.

    Ich bin gespannt, wie ich mich heuer verkleide. 😉

    Alles Liebe
    Robert

    • Christine | | Reply

      Lieber Robert,

      danke schön – für diesen Kommentar.

      Das würde mich auch interessieren;
      wie würdest Du Dich heute verkleiden? *neugierig*

      Lass uns manchmal vom kindlichen Verkleiden
      den Mut abgucken sich seiner Rollen und Anteile in sich
      bewusst(er) zu werden. Viel Freude!

      Herzlichen Gruß, Christine

      • Robert Kraxner | | Reply

        Liebe Christine,

        ich habe mich dazu entschieden, mich heute als Cowboy zu verkleiden.
        Ein einfaches Kostüm das viel Freude bereitet. 😉

        Alles Liebe,
        Robert

        • Christine | | Reply

          *lach*
          Yihaa, ja den wünsche ich Dir!
          Alles Gute und liebe Grüße, Christine

  2. Peter Michalik | | Reply

    Liebe Christine,

    von Kindern kann ich wirklich am meisten lernen. Sie haben noch die wunderbare Gabe im JETZT zu leben und machen sich nicht so viel Gedanken über das was die Anderen denken. Manchmal ist das beneidenswert.

    LG
    Peter

    • Christine | | Reply

      Lieber Peter,

      ja, absolut! Ich freue mich, wenn wir uns dies immer wieder bewusst machen und davon etwas abgucken. Lieben Dank fürs Kommentieren und Herzliche Grüße, Christine

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