Share & care

Share & care
Ich habe einen interessanten Bericht über das Thema „Shared economy“ gesehen. Die junge Generation kauft nicht mehr, sie leiht sich die Gebrauchsgegenstände. Wir sind also nicht mehr nur Konsumenten sondern Nutzer! Wie viele Dinge stehen in der Wohnung nur rum? Wie oft brauchen wir diese Gegenstände? Dieses leihen und verleihen bringt uns zu einer neuen Einstellung gegenüber Besitz: eine Achtsamkeit dafür, was ist wirklich wichtig, brauchbar und nützlich? Führt es uns zurück auf das Wesentliche?
Schon als Kind lernen wir, dass wir teilen müssen. Unser Spielzeug zumindest. Heute teile ich mehr Ansichten und Posts. Ich verteile quasi meine Aufmerksamkeit und diese wird sichtbar in Likes und Kommentaren.
Würden Sie fremden Menschen Ihre Klamotten, Bücher oder Werkzeuge leihen? Hätten Sie Angst, es käme unvollständig oder kaputt zurück? Wir finden wieder den Kontakt zueinander und vertrauen dem anderen. Wir vertrauen dem Anderen unsere Sachen an.
Ich denke an frühere Kulturen in denen wir viel intensiver miteinander im Kontakt waren und das Leihen selbstverständlich. Es ist menschlich und führt langfristig zu einem nachhaltigen Schonen unserer Ressourcen. Anstatt ein Auto zu kaufen – wir leihen es und bei schönem Wetter das Fahrrad.
Schauen wir so sehr auf Konsum, Besitz und Profit? Baumärkte verleihen Ihre Arbeitsgeräte. Ich hoffe aber ehrlich, dass sich die Wirtschaft und die Gier nach Profit aus dem Bereich raushalten können. Es geht nicht mehr darum viel zu besitzen, sondern die Qualität wieder wertschätzen. In einer Zeit in der die Löhne sinken und Ausgaben steigen eine ganz hilfreiche Entwicklung der Zeit.
Ich schließe heute mit ein paar Fragen:

  • Wie ist Ihre Einstellung zu Besitz?
  • Wie oft benutzen Sie die Dinge, die Sie besitzen?
  • Macht Besitz glücklich?
  • Wie wichtig sind uns die Dinge um uns herum?
  • Achten und wertschätzen wir diese Werte?

 

by Christine on  10. Dezember 2014 |
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2 Kommentare auf “Share & care”
  1. Silvia Heimburger | | Reply

    Liebe Christine,
    das finde ich einen interessanten Artikel – DANKE. Ja ich bin auch der Meinung, dass wir zuviel überflüssiges “Zeugs” besitzen. Teilen, Ausleihen…ich kenne einige die sich ein Auto teilen – leider bin ich noch nicht dabei. Doch ich fühle in mir den starken Impuls, immer mehr Ballast abzuwerfen und einfach das was man hat, mit anderen zu teilen. Z.B. Bücher ausleihen, das machen ja viele, doch was mich auch schon oft fasziniert hat, ist z.B. wenn man das ganze Haus oder seine Wohnung jemanden anderen für einen Urlaub zur Verfügung stellt. Und dann selbst in dessen Haus Urlaub macht. So ist jedem gedient.

    Dir ganz herzliche Grüße
    Silvia

    • Christine | | Reply

      Liebe Silvia,

      ich freu mich über Deine Zeilen. Wir sind einer Meinung: Wir besitzen viel und es lohnt sich
      mal genau hinzusehen. Du erinnerst mich an die Lehre im Feng Shui – jeder
      “Ballast” hält uns in der Vergangenheit und erst das Loslassen schaffft Platz für Neues in der Zukunft.
      Wir sind es noch nicht gewöhnt unsere Wohnung oder das Auto zur Verfügung zu stellen. (Ich hab mal meine Wohnung untervermietet)
      Ich bin sehr gespannt inwiefern sich dieses Verhalten noch ändern wird, was ist da noch alles möglich?

      Ganz lieben Gruß zurück, Christine

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