Selbstbild – Wie sehe ich mich selbst

 

“Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind sondern wie wir sind” Talmud

 
Wie, glauben Sie, sind Sie so? Wie sehen Sie sich? Wie glauben Sie, dass andere Sie sehen?
Was für ein Bild haben Sie von sich. Was denken Sie über sich?
Schon früh in der Kindheit sammeln Sie Erfahrungen und Erlebnisse, die Ihr Selbstbild formen. Gedanken, Gefühle haben Auswirkungen auf Ihr Verhalten und Ihr Selbstbewusstsein. Wie bewerten Sie sich (Ihr Verhalten) in einer Situation? Achten Sie auf Ihre Gedanken, Gefühle und Selbst-Gespräche. Erkennen Sie sich selbst und konzentrieren Sie sich statt auf vermeintliche Fehler und Schwächen auf Ihre Stärken und Fähigkeiten.
Worauf liegt Ihre Aufmerksamkeit bei sich selbst?
Die individuelle Wahrnehmung erfolgt aufgrund individueller Erlebnisse, Bewertungen und Urteile. Sie lenken die Aufmerksamkeit in Ihrem Alltag. Jeder Mensch nimmt ganz unterschiedliche Dinge wahr, je nach Interesse und Bedürfnis.
Welche Wünsche und Ziele haben Sie? Was denken Sie über sich und Ihre Fähigkeiten? Und was denken Sie dazu, wenn Sie diesen Satz ergänzen müssten: Ich bin…? Wie wollen Sie wahrgenommen werden? Wie wollen Sie sein?

Diese Antworten sind ausschlaggebend dafür, wie Sie sich und andere wahrnehmen und einschätzen. Die Wahrnehmung ist individuell und keineswegs objektiv. Wenn Sie von sich glauben, Sie sind erfolgreich, oder auch wenn Sie glauben Sie seien es nicht- sie haben auf jeden Fall Recht! Ihre Überzeugung drücken Sie mit Ihrem Verhalten aus und suchen unbewusst diese Bestätigung.
eyeglasses-41710_640 Die Wahrnehmung über unsere Sinneskanäle ist nicht neutral. Versuchen Sie Ihren Geist offenzuhalten und andere Perspektiven und Möglichkeiten in Betracht zu ziehen. Sie können heute mal probieren Ihre Aufmerksamkeit auf die guten Dinge, die Dinge, die Ihnen heute gut gelungen sind, lenken.

 

Nur ein kleiner Ausschnitt
Haben Sie in einer Kunstausstellung mal ganz nah vor einem Bild gestanden? Je näher Sie an dem Bild standen umso mehr konzentrierten Sie sich auf das Detail und um das Bild in der Gesamtheit zu erfassen mussten Sie ein paar Schritte zurück machen. Genauso ist es bei dem Selbstbild – wir haben von unserer Persönlichkeit nur einen kleinen Ausschnitt präsent. Wir haben einen blinden Fleck, d.h. wir sehen uns nicht so komplex wie andere von außen uns sehen können. Dafür sind wir viel zu sehr mit unseren Innenleben, Gedanken, Gefühle und Urteile beschäftigt.
Im Coaching nutzen wir die Distanz und den Blick von außen um Ihnen Ihr unbewusstes Verhalten, Ihre sogenannten blinden Flecken, bewusst werden zu lassen. Es geht nicht darum sich kritisch zu hinterfragen und dann festzustellen, dass man nicht gut genug sei, sondern es geht darum, ganz sensibel in sich hinein zu hören und zu fühlen. Für manche Menschen ist es eine ungewöhnliche Erfahrung, sich selbst zu spüren und v. a. sich selbst und seinem eigenen Urteil zu vertrauen.

 

Ein stimmiges Selbstbild ist die Grundlage für eine Selbstbestimmtes, glückliches Leben.

 

  • Erkennen Sie Ihr umfassendes Selbstbild: Treten Sie manchmal aus dem Alltagstrott aus. Richten Sie den Blick nach innen. Mit Hilfe einer Freundin oder Coach auch den Blick von außen einholen.
  • Indem Sie sich selbst reflektieren, erobern Sie sich Ihre Spielräume. Sie erweitern Ihre Handlungsoptionen.
  • Machen Sie sich unabhängig von der Meinung der Anderen. Unser Selbstbild kreieren wir aufgrund der Rückmeldungen aus unserer Umwelt. Welche Menschen umgeben uns tagtäglich? Machen Sie sich bewusst: Diese Rückmeldungen sind subjektive Einschätzung dieser Menschen. Suchen Sie sich wertschätzende und unterstützende Menschen um sich herum.
  • Stärken Sie sich: Seien Sie sich Ihrer Stärken bewusst und loben sich dafür. Gute Gedanken können Ihr Selbstbild stärken. Üben Sie Zuversicht statt zu grübeln oder an sich selbst zu zweifeln.
  • Erkennen Sie, dass Selbsterkenntnis kein Luxus sondern eine Notwendigkeit ist.
  • Erleben Sie sich als Gestalter Ihres Lebens. Sie gestalten selbstbestimmt wie Sie leben wollen. Wenn Sie sich gut kennen, können Sie frei(er) entscheiden und gestalten.

 

by Christine on  8. Oktober 2014 |
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