Schluss mit “Richtig” oder “Falsch”: wie ein Kind die Welt entdecken!

– Ausbrechen aus dem Richtig/Falsch denken.

„Es gibt kein Richtig und kein Falsch“.

Alles ist möglich: Sie können alles sein. Sie können alles tun. Oder sollten wir lieber sagen: Sie könnten. Wäre da nicht eine kritische Instanz in unserem Kopf, die alles in Frage stellt. Ist das auch richtig so?

Die Vielfalt im Alltag
Es gibt längst nicht mehr den einen Lebens-weg. Die Biographien sind vielfältig, bunt, individuell. Es gibt nicht mehr den einen ultimativen Tipp. Es gibt nicht mehr den einen Plan. Woher nehmen wir unsere Orientierung für unsere Entscheidungen?
Warum bewerten wir eigentlich?
Richtig oder falsch, gut oder schlecht. Seien wir mal ehrlich: Wir bewerten was wir sehen. Das ist die Grundlage für unser Fühlen, Denken und Handeln. Wir sehen nicht objektiv, sondern immer durch unsere Brille. Unser Verhalten richtet sich nach dem wie wir eine Situation bewerten, welche Gedanken und Gefühle sich danach einstellen und welche Körperhaltung und welches Verhalten danach folgt. Dies alles erfolgt innerhalb kürzester Zeit. So schnell entwickeln wir aufgrund unserer Gefühle, Erlebnisse und Erfahrungen ganz individuelle Handlungsweisen.

Ein Sprichwort sagt: Wir können nicht Neues entdecken wollen ohne aus den alten Schuhen zu kommen.

Neue Erfahrungen sind möglich, wenn wir uns von Bewertungen lösen.

Diese Instanz, die entscheidet, was richtig oder falsch ist, sitzt tief in uns. Meistens arbeitet sie auf „Autopilot“. Bemerkenswert oder störend wird es, wenn Sie uns lähmt. Wenn Sie NEUEs ausprobieren wollen. Wenn Sie zweifeln ob es wirklich so richtig ist. Richtig. Das lernen wir schon in der Schule. Fehler gilt es zu vermeiden. Wir lernen daraus und machen es das nächste Mal besser.

Wussten Sie, dass das Curry-Ketchup aus einem Missgeschick entstanden ist? Da ist ein Karton mit Ketchup und Curry runtergefallen. Und heute schmeckt es zu jeder Bratwurst.

Wenn Sie in Kategorien wie Richtig und Falsch denken, dann
– Es entstehen keine neuen Ideen. In dieser selbst-kritischen Atmosphäre werden keine kreativen Ideen entstehen, Sie sabotieren sich selbst.
– Würdigen Sie Ihre Vielfalt nicht. Es ist nicht alles allgemeingültig. Was für den einen gut ist, ist für den anderen schädlich und umgekehrt. Wir finden für uns individuell heraus was stimmig ist.
Fehler gehören dazu: Akzeptieren Sie, dass Fehler dazu gehören; wie Licht und Schatten.

Was wäre möglich, wenn es wirklich KEIN RICHTIG Oder FALSCH gibt?

  •  Sie finden individuelle Lösungen. Sie finden heraus was für Sie „stimmig“ ist.
     Sie schaffen einen liebevollen Schutzraum, der „ver-rückte“ Ideen entstehen lässt-
     Sie akzeptieren und schätzen alles was da ist!
  • Mehr noch:
     Sie „sehen“ mehr Möglichkeiten: Ihre Perspektive ändert, ja öffnet sich.
     Wo Sie mehr Möglichkeiten haben, haben Sie die Freiheit, Wahl es selbst zu gestalten.
     Es kann Neues entstehen. Kreative, neue Lösungen finden ihren Weg.

Lassen Sie einmal „Blödsinn“ zu, ganz ohne Bewertung: eine ver-rückte Idee, das kann der Grundstein für eine Lösung sein. Auch schon „Bekanntes“ wird neu und spannend.

Wir wollen zu den Erfolgreichen gehören: Aber wenn es schiefgeht
Einerseits ist es ungewohnt, wenn alles möglich ist, gibt es viele Optionen. Jeder findet seinen Weg. Das ist eine Chance, birgt aber auch das Risiko des Scheiterns. Wir wollen nicht scheitern, sondern lieber zu den fleißigen und erfolgreichen gehören. Das Risiko gibt es immer und Sicherheit ist eine Illusion. (Bedenken Sie einmal die Wahl zwischen Selbstständigkeit und Angestellten. Die Sicherheit des Angestelltenseins kann sehr schnell aufgehoben werden.)
Deswegen müssen wir einen liebevollen Umgang mit dem Scheitern schaffen. Natürlich versuchen Sie Fehler auszumerzen. Sie probieren die Dinge zu planen und damit messbar, korrigierbar zu machen. Nicht immer funktioniert das so ganz, deswegen habe ich Ihnen die Tipps für einen entspannten Umgang mit dem Scheitern formuliert:
Fehler, Scheitern, Pleiten, Pech und Pannen gehören es genauso zum Leben dazu. (wie Licht UND Schatten)

 

Umgang mit dem Scheitern:
– Hohe Erwartungen erzeugen Druck
Legen Sie die Latte nicht so hoch. Loslassen. Akzeptieren.

– Scheitern gehört dazu und ist keine Bedrohung.
Akzeptieren Sie das Scheitern möglich ist.

– Probieren Sie es mit Humor
Aus der Distanz drüber lachen hilft. Versuchen Sie sich vorzustellen, es wäre im Film passiert.

 

Werden Sie sich Ihrer Möglichkeiten wieder bewusst!
Wir blenden viele Möglichkeiten im Alltag einfach aus. Weil unser System auf Autopilot schaltet.

 

 

Wundern wie die Kinder
Kinder schaffen es noch die Dinge ganz neu zu betrachten. Sie wissen noch nicht was richtig und falsch ist und öffnen dadurch viele neue Möglichkeiten. Sie staunen und probieren aus. Diese Einladung möchte ich heute für Sie aussprechen. Wo und wie können Sie sich von den Kindern inspirieren lassen?

 

 

Haben Sie auch das Gefühl in den Kategorien richtig und Falsch zu denken? Können Sie die Dinge ganz neu und fremd betrachten und sogar neue Ideen kreieren?
Schreiben Sie mir – ich freue mich auf Sie.

 

Herzliche Grüße, Christine

by Christine Kohl on  7. Juni 2016 |
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