Hollywood ist überbezahlt: die besten Geschichten finden Sie hier

Die schönsten Geschichten schreibt das Leben selbst.
– Rollenspiel. Welche Rolle spiele ich?
Alles Theater, sagen die Menschen, wenn es Ihnen zu bunt wird. Ich greife das meistens auf und möchte Sie heute ebenfalls bitten: Wenn Ihr Leben ein Theaterstück oder Film wäre, was würden wir zu sehen bekommen? Ein Horror, Musical oder Märchen? Wie lautet der Titel?
„Die ganze Welt ist Bühne, und alle Frau’n und Männer bloße Spieler.“ sagte Shakespeare
Machen Sie das einmal mit Ihrem Leben:
Bitten Sie Ihr Publikum mit einer Ankündigung herein und während die Gäste Platz nehmen, überlegen Sie: Welche Szene in Ihrem Leben ärgert Sie zurzeit? Stellen Sie diese Szene auf die Bühne und vergrößern/ verstärken Sie die Problematik. (Auf der Bühne ist es größer und plastischer).

 

TRAUEN SIE SICH: Das Beobachten erlaubt es auch humorvoll zu verändern: Vergrößern, Dramatisieren Sie solange bis es grotesk und humoresk wird.
Manche Klienten zögern. Aber sehen Sie es mal so: wir gehen ins Kino und Theater um die wirklich großen Geschichten zu sehen und die passieren dort auch. Die Unfälle werden nicht angedeutet, sondern sie geschehen. Die ganze Bandbreite an Missgeschicken, Unfällen, Pleiten, Pech und Pannen werden gezeigt. Es gibt manchmal Filme, da stockt mir echt der Atem.
Machen Sie es sich bequem, lehnen Sie sich zurück und schauen sich diese „Szene“ ganz in Ruhe an. Und treten Sie vor Ihrem innerlichen Bild einen Schritt zurück.
Was sehen Sie? Gefällt es Ihnen? Wir können die Szene zurückspulen, wenn Sie mögen. Oder sind Sie selbst gespannt wie es weitergeht? Scheuen Sie sich nicht, das ist der Moment an dem man manchmal sogar lachen kann.
Die sogenannte Rollendistanz: Betrachten Sie das Geschehen und sich selbst. Dies ist eine Einladung das eigene Verhalten und Bedürfnisse zu sehen und Erwartungen und Normen zu reflektieren. Das Beobachten der eigenen Rolle, eben wie auf einer Bühne, gelingt uns meistens leichter in Situationen, in denen wir uns fremd gefühlt haben, Wie im falschen Film. Das sind die Momente, in denen Sie vielleicht schon mal die versteckte Kamera gesucht haben. 

 

1) Laden Sie Ihr Publikum ein und formulieren eine Ankündigung: Was sehen die Zuschauer?
2) Welche Szene stellen Sie dar? DRAMATISIEREN SIE: Machen Sie die Szenen, die Sie vorstellen größer; verstärken Sie das Problem.
• Interpretieren
• Reflektieren
• Modifizieren Sie

Verschiedene Perspektiven einnehmen

3) Empathie für die eigene Rolle: Sie gestalten Ihre Rolle neu. Ich-Identität
Die Selbstdarstellung auf interaktive Art
Im Kontakt versuchen wir Informationen über unser Gegenüber zu erhalten und die eigene Darstellung möglichst positiv zu gestalten. Das ist uns mehr oder weniger bewusst.
Wie stellen Sie sich im Alltag dar? Mit welchen Mitteln kontrollieren und lenken Sie den Eindruck, den man von Ihnen haben soll?
Auf der Bühne werden Dinge gezeigt und damit übertriebener vorgestellt als sie in Wirklichkeit passieren.
Sehen Sie sich künstlerisch-sozial:
Wir werden sichtbar. Wer wir sind. Die eigene Geschichte erzählen ist identitätsbildend und hilft uns uns selbst zu definieren. Wir erzählen unsere Geschichte und verstehen einander. Es sind die Erfahrungen und die Schlussfolgerungen, die wir daraus ziehen, die unsere Entscheidungen im Leben prägen.
Wir sind gleichzeitig Zuschauer und Schauspieler im großen Drama des Seins. Bohr
Ich mag diesen Umgang sehr gern, weil wir zugleich aktiv und passiv, Schauspieler und Zuschauer sind.

Ich fand eine schreckliche Situation mit dieser Methode betrachtet eher spannend. So konnte ich die Situation anders bewerten und wahrnehmen und freier reagieren. Probieren Sie das auch einmal:

Schauen Sie sich in Ihrer Umgebung einmal um: Was wäre ein guter Stoff für einen Film? Es sind manchmal nur kleine Szenen, aber auf jeden Fall bietet der Alltag viele filmreife Geschichten. Finden Sie diese!

by Christine on  15. April 2015 |
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