Hilfsbereit und ausgelaugt!

Ich arbeite häufig mit Frauen, die sind warm, herzlich, mütterlich, empathisch und hilfsbereit. Ihnen gemeinsam ist, dass sie sich manchmal schwer abgrenzen können, sich schwer tun um Hilfe zu bitten und sich ausgelaugt, überfordert und ausgenutzt fühlen.

Frauen, die

  • es mögen, gebraucht zu werden
  • sehr sensibel für die Gefühle in ihrer Umwelt sind
  • sie fühlen sich wohl, wenn es anderen Menschen gut geht

Sie gehen Konflikten aus dem Weg und suchen Harmonie

Schon früh haben sie als Kinder gelernt, man muss sich anpassen, das wird belohnt. Dieses Verhalten haben sie beibehalten und die Umgebung hat sich geändert, aber an diese AnPASSUNG gewöhnt. (Werte, Zweifel)
Da reicht das Wissen des Gegenübers, – jammern, schmeicheln oder einschüchtern hilft um Druck zu erzeugen und schneller ein JA für das angestrebte Ziel eingefordert werden kann.

5 Schritte :
1) Durchdenken Sie die Situation
Spielen Sie eine Situation, in der Sie nachgiebiger waren noch einmal durch.

Was war passiert? Wie haben Sie reagiert?

Was wollen Sie ändern?
2) Vorteile, wenn Sie…
Wenn Sie etwas ändern wollen, muss es für Sie einen Vorteil haben.

Was ist Ihr Vorteil, wenn Sie nachgiebig und hilfsbereit sind. Auch über Ihre Grenzen hinaus. Schreiben Sie eine Liste.

Und dann: Schreiben Sie eine Liste, warum Sie ab sofort Ihre Grenzen wahren.
3) Nun zur Strategie; Wie hat Ihr Gegenüber bekommen, was er wollte?
Welche Gefühle hatten Sie? Wo im Körper haben Sie etwas gespürt?
Woher kennen Sie das?
4) Alternativen überlegen:
Nun haben Sie das alte Verhalten erkannt und überlegen sich wie sie anders reagieren wollen.
Spielen Sie die Szene im Geist durch: wie werden Sie Nein sagen, kontern oder jmd. vertrösten? In welcher Situation, wie sehen Sie aus?

Halten Sie inne und fragen sich: Möchte ich das tun? Habe ich Zeit und Energie dafür?
5) Im Alltag verankern:
Zeit erbitten und Nein sagen. Spielen Sie die Szene in vielen kleinen Alltagsgeschichten durch. Immer und immer wieder üben Sie sich in der Abgrenzung.

Auch wenn es schwerfällt, aber sagen Sie sich immer wieder: Ich sorge gut für mich. Ich kümmere mich jetzt um MEINE Bedürfnisse.

by Christine on  8. April 2015 |
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