So erkennen Sie Bedürfnisse und erhalten mehr Verständnis und Respekt

Ein Blick hinter die Kulissen: was unser Fühlen und Tun über uns verrät! Plus: 3 hilfreiche Fragen für Sie
Letzte Woche habe ich über die wertfreie Wahrnehmung geschrieben. Heute geht es darum, wie Sie mit Verständnis und Respekt Ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und so auch für Ihr Umfeld reagieren.
Wie geht es Ihnen? Wie fühlen Sie sich? Ich meine hier nicht die Frage auf die wir im Alltag leichtfertig „Danke, gut“ antworten. Ich bitte Sie, sich diese Frage wirklich zu fragen! Und achten Sie auf Ihre Antwort, denn dann spüren wir auf diese Art was wir gerade brauchen.
Was tun Sie gerade? Jedes Tun, jede Handlung, Verhalten ist dazu bestimmt ein Bedürfnis zu erfüllen. Daraus leiten Sie Ihre Strategie ab, wie Sie das erreichen was Sie wollen.
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Bedürfnisse erfüllt sind? Sie sind für Ihre Bedürfnisse selbst verantwortlich: Bekommen Sie das was Sie brauchen?Wie häufig erleben wir im Alltag, dass wir die Verantwortung gerne abgeben: der andere sollte etwas für uns tun. Aber das ist nicht seine Aufgabe, sondern unsere! Was können SIE heute für sich tun?
Was brauchen Sie? Wie wäre es, wenn Sie Ihr Umfeld voller Mitgefühl und Verständnis auf IHRE Bedürfnisse reagieren würde? Wir Menschen haben ziemlich ähnliche Bedürfnisse, aber verschiedene Strategien um diese zu erfüllen. Meist reagieren wir auf die Strategie, anstatt auf das Bedürfnis einzugehen. Dies ist aber notwendig, um wahrgenommen und gesehen zu werden.

-Bedürfnis                                                      – Strategie (Bsp.)
Ruhe                                                                 Schlaf, Meditation, Yoga
Spaß                                                                  ComputerSpiele, Ausgehen
Lernen                                                              Lesen, Fernsehen, Seminare

So kann es sein, dass zwei Menschen dasselbe Bedürfnis haben, es aber unterschiedlich zu erfüllen suchen. Auf dieser Ebene (Bedürfnis) können wir uns einigen und Kompromisse finden!

Beginnen Sie bei sich selbst: Nutzen Sie die Vor-Weihnachtszeit um sich Zeit für sich zu nehmen und sich auf sich selbst zu besinnen. Diese Zeit -für sich selbst- wird Sie stärken und Kraft für neue Projekte geben.
Es ist wichtig, dass Sie sich um sich selbst kümmern. Wir sind es nicht gewohnt auf unsere Bedürfnisse zu achten. Wir wollen stark und kompetent wahrgenommen werden und glauben, dass wenn wir Hilfe und Unterstützung einfordern, seien wir schwach. Warten Sie nicht lange, sondern BITTEN Sie rechtzeitig um Hilfe.

 

Dazu habe ich die S E R – Fragen formuliert

Spüren: Wie geht es mir? Was fühle ich und welche Bedürfnisse habe ich?
Erkennen: Was brauche ich? Ergänzen Sie den Satz: am liebsten würde ich jetzt…
Realisieren: Wie kann ich mein Bedürfnis jetzt erfüllen, wie lässt es sich in meinem Alltag integrieren und umsetzen?

 

Wenn Sie sich die Zeit nehmen, das Bedürfnis hinter dem Gefühl oder Verhalten zu erkennen, reagieren Sie nicht nur bei sich selbst, sondern auch bei Ihrem Gegenüber mit Verständnis und Respekt. Das schafft Kontakt und Vertrauen.

 

Ich wünsche Ihnen eine glückliche, zufriedene und fröhliche Adventszeit!
LG Christine

by Christine on  3. Dezember 2014 |
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4 Kommentare auf “So erkennen Sie Bedürfnisse und erhalten mehr Verständnis und Respekt”
  1. Andrea Giesler | | Reply

    Liebe Christine,

    ich denke, Du triffst hier einen wichtigen Punkt. Ich achte zunehmend auf mich und das, was mein Körper mir mitteilt. Inzwischen nehme ich mir auch die Zeit, um auf eigene Bedürfnisse einzugehen. Trotzdem ist es Zeit, dass noch mal zu reflektieren…

    Danke, dass Du uns Lesern diesen Artikel in der Vorweihnachtszeit schenkst. Für mich ist die Zeit zwischen den Jahren optimal, um mir die SER Fragen in Ruhe zu stellen.

    Dir auch eine fröhliche Adventszeit.

    Liebe Grüße,

    Andrea

    • Christine | | Reply

      Liebe Andrea,

      vielen Dank, ich freue mich über Deinen Kommentar. Ich hoffe, das es Dir viele nachmachen und die schöne Adventszeit für Ruhe, Reflektion und Besinnung nutzen.
      Ich hab gestern Plätzchen gebacken. 😉
      Alles Liebe, Christine

  2. Robert Kraxner | | Reply

    Liebe Christine,

    für mich ist es gar nicht immer so einfach, auf das Bedürfnis hinter dem Gefühl zu hören. Dazu braucht es Aufmerksamkeit, um die Gefühle bewusst zu machen und das Bedürfnis dahinter zu erkennen.

    Ich nehme deinen Artikel als Anlass, die Zeit vor Weihnachten bewusster zu erleben und mir regelmäßig die S-E-R Frage zu stellen.

    DANKE
    Alles Liebe,
    Robert

    • Christine | | Reply

      Lieber Robert,

      ich freue mich über Deinen Kommentar. Es ist wirklich nicht einfach, weil ungewohnt auf das Gefühl hinter dem Bedürfnis zu achten.
      Die Fragen stelle ich mir selbst immer wieder im Alltag, da wir dieses Gefühl & Bedürfnis so leicht überhören können.

      Ganz lieben Gruß, Christine

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